Alleinerziehend – was nun?

Familien mit nur einem Elternteil sind in Deutschland keine Seltenheit: Von den rund acht Millionen Familien mit minderjährigen Kindern in Deutschland sind inzwischen knapp 20 Prozent Alleinerziehende. Der überwiegende Teil sind Mütter. Gerade im Übergang in das Alleinerziehen stellen sich viele Fragen. Dazu kommen Sorgen, nicht nur finanzieller Natur, sondern um das Wohl des Kindes.

Alleinerziehend ist, wer primär als Mutter oder Vater ohne Ehe oder Lebenspartner mit mindestens einem Kind in einem Haushalt zusammenlebt. In den meisten Fällen ist dieser Situation eine Ehe oder Lebensgemeinschaft mit dem anderen Elternteil vorangegangen. Die neue Situation stellt die Betroffenen vor große Herausforderungen. Finanzen, Kinderbetreuung, Beruf – fast alle Bereiche des Alltags werden durcheinander gewirbelt. Besonders, wenn das Alleinerziehen durch eine unerwartete Trennung zustande kommt, ist die Verunsicherung groß.

Das Leben neu sortieren

Alleinerziehend zu sein bedeutet, eine große Verantwortung zu übernehmen. Es ist verständlich, dass die betroffenen Mütter und Väter viel Respekt oder sogar Angst davor haben. Das familiäre Netzwerk ist in dieser Situation umso wichtiger. Wenn Sie unerwartet in das Alleinerziehen geraten, geben Sie sich erst einmal ein wenig Zeit.. Tanken Sie Kraft und sortieren Sie Ihr Leben neu.Alleinerziehend - was nun?

Alleinerziehend – aber nicht allein!

In erster Linie ist es wichtig, die Wohnsituation und die Finanzen zu klären, damit keine Existenzängste entstehen. Gibt es hier akuten Handlungsbedarf, ist der Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) eine gute Anlaufstelle. Bundesweit gibt es in über 200 regionalen Ortsverbänden und Kontaktstellen kostenlose Beratungs- und Informationsangebote.

Sind diese beiden Punkte geregelt, entspannt sich die Lage für viele Alleinerziehende. In einem zweiten Schritt geht es dann an die Organisation des Alltags. Alleinerziehende profitieren enorm von einem Netzwerk. Gibt es Angehörige, Freunde oder sogar Nachbarn, die vielleicht gerne bei der Kinderbetreuung helfen möchten? In vielen Städten unterstützen sich Alleinerziehende in speziellen Gruppen und Vereinen. Auch kostenlose Beratungsstellen wie pro familia, Arbeiterwohlfahrt oder Caritas haben viele nützliche und praktische Informationen für Alleinerziehende.

Ist mein Kind glücklich?

Familien mit alleinerziehenden Elternteilen sind keine besondere Lebensform mehr sondern eine von vielen möglichen. Eine Studie zum Einfluss des Alleinerziehens auf die Lebenssituation der Kinder hat gezeigt, dass Kinder von Alleinerziehenden in der Regel nicht weniger Fürsorge erhalten als Kinder in Paarfamilien. Auch das Freizeitverhalten und der Alltag der Kinder unterscheiden sich nicht. Wesentlich für die positive Entwicklung des Kindes ist die ökonomische Lage der Familie. Die Unterhaltszahlungen des zweiten Elternteils sind daher nicht unerheblich für das kindliche Wohlbefinden.

Als Familienkonstellation ist das Alleinerziehen weder besser noch schlechter als andere Varianten. Kinder mit alleinerziehenden Eltern können genauso glücklich aufwachsen, wie in einer klassischen Familie.

Die Schwenninger Krankenkasse bietet werdenden Müttern erstklassige Leistungen rund um Schwangerschaft, Geburt und Baby. Jetzt anrufen und beraten lassen. 0800 0104501 (kostenfrei für Mobilfunk/Festnetz). Täglich von Montag bis Freitag von 08:00 – 18:00 Uhr.

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