Elternzeit für Sie und Ihn

Wer kann in Elternzeit gehen? Ab wann besteht der Kündigungsschutz? Und wie viel darf während der Elternzeit gearbeitet werden? Wir geben Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Elternzeit.

Beide Elternteile haben, sofern sie das Kind selbst erziehen und ihr Einkommen nicht aus selbstständiger Arbeit beziehen, Anspruch auf eine Elternzeit. Dabei bleibt das Recht auf eine Rückkehr zum Arbeitsplatz bestehen – egal, ob in der Elternzeit in Teilzeit gearbeitet wird oder nicht. Befristete Verträge werden dadurch allerdings nicht verlängert.

Die Elternzeit kann ab dem Tag der Geburt bis zu drei Jahre in Anspruch genommen werden. In Absprache mit dem Arbeitgeber können 12 Monate davon auch flexibel nach hinten gelagert und auf einen Zeitraum zwischen dem dritten und achten Geburtstag des Kindes geschoben werden. Das Besondere ist: Beide Partner dürfen gleichzeitig in Elternzeit gehen.

Ab wann muss die Elternzeit beantragt werden?

Um vor allem kleineren und mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit zu bieten, sich auf einen zeitweise unbesetzten Arbeitsplatz einzustellen, muss die Elternzeit bis spätestens sieben Wochen vor dem Antritt schriftlich angemeldet und für die nächsten zwei Jahre festgelegt werden. Mit der Anmeldung der Elternzeit, jedoch frühestens acht Wochen vor dem Beginn der Elternzeit dürfen Arbeitnehmer nicht mehr gekündigt werden. Während der gesamten Elternzeit besteht ebenfalls ein Kündigungsschutz.

Teilzeitarbeit in der Elternzeit

Sie sollten sich frühzeitig darüber im Klaren sein, wie lang Sie die Elternzeit in Anspruch nehmen möchten und ob Sie schon während der Elternzeit in Teilzeit arbeiten möchten. Auch hier sollte der Wunsch dem Arbeitgeber mindestens sieben Wochen vor dem geplanten Arbeitsantritt mitgeteilt werden, am besten jedoch direkt mit dem Antrag der Elternzeit. Erlaubt ist dabei eine Wochenarbeitszeit zwischen 15 und 30 Stunden.

Bereits in der Elternzeit ist es wichtig, sich darüber Gedanken zu machen, wohin der berufliche Weg im Anschluss führen soll. Deshalb sollten vor der Geburt mögliche Betreuungsangebote und die Vereinbarkeit mit dem Job überprüft werden.

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