Fehlgeburt

Die Angst vor einer Fehlgeburt begleitet viele werdende Eltern vor allem zu Beginn der Schwangerschaft. Denn gerade die ersten Wochen gehören zu den sensibelsten Phasen und Fehlgeburten kommen in dieser Zeit am häufigsten vor

Von einer Fehlgeburt spricht man dann, wenn das Ungeborene die ersten 24 Schwangerschaftswochen nicht überlebt. Von einer frühen Fehlgeburt spricht man bis zur
12. Schwangerschaftswoche. Schätzungen zufolge enden etwa 15 bis 20 Prozent aller Schwangerschaften mit einer Fehlgeburt. Allerdings geschieht dies etwa in drei Viertel aller Fälle, schon bevor die Regel zum ersten Mal ausbleibt, sodass lediglich die befruchtete Eizelle unbemerkt abgestoßen wird.

Ursachen für eine Fehlgeburt sind häufig schwerwiegende Chromosomenveränderungen und Fehlbildungen beim Fetus, Infektionen, Stress oder anderen Faktoren. So steigt das Risiko eine Fehlgeburt zu erleiden, mit dem Alter der werdenden Mütter – besonders betroffen sind Frauen über 30 Jahre. Faktoren wie Rauchen, Alkohol- oder Drogenkonsum und auch ein übermäßiger Kaffeekonsum können die Wahrscheinlichkeit für eine Fehlgeburt erhöhen.

Was sind die Anzeichen für eine Fehlgeburt?

Probleme in der Schwangerschaft, die zu einer Fehlgeburt führen können, werden meist zwischen der 8. und 12. Schwangerschaftswoche festgestellt. Ist die Schwangerschaft bereits weiter fortgeschritten, sinkt damit das Risiko einer Fehlgeburt.

Blutungen oder Schmerzen im Unterbauch sowie Fieber können mögliche Anzeichen einer Fehlgeburt sein. Zur Sicherheit sollte deshalb unbedingt der Frauenarzt aufgesucht werden. Wird eine drohende Fehlgeburt festgestellt, ist es besonders wichtig, sich so viel wie möglich zu schonen. Die Arbeitsfähigkeit der Schwangeren kann (vorübergehend oder andauernd) beeinträchtigt sein. Intensive Sportarten und Sex sind dann ebenfalls Tabu, um das Wohlergehen des Babys nicht zu gefährden.

Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einer Fehlgeburt, so wird in einem frühen Stadium eine Ausschabung der Gebärmutter (Kürettage) vorgenommen, um verbliebene Plazentareste vollständig zu entfernen und Infektionen zu verhindern. Findet eine Fehlgeburt allerdings nach der 16. Schwangerschaftswoche statt, muss das Kind von der Mutter geboren werden.
Eine Fehlgeburt ist für die Frau oder das Paar eine seelisch sehr belastende Situation. Vielen Frauen hilft es, sich mit anderen betroffenen Frauen in einer Selbsthilfegruppe auszutauschen.

Erneute Schwangerschaft nach Fehlgeburt?

Normalerweise steht einer erneuten Schwangerschaft nach einer Fehlgeburt nichts im Wege. Hat eine Frau allerdings zum dritten Mal eine Fehlgeburt erlitten, wird eine gründliche Untersuchung beider Partner empfohlen, um herauszufinden, warum die Schwangerschaft nicht gehalten werden kann. Neben organischen Fehlbildungen, genetischen und hormonellen Ursachen können auch Stress und andere psychische Faktoren eine Rolle spielen.

 

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