Gefühlschaos in der Schwangerschaft

Die meisten Schwangeren kennen das: Himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt. Von einem Moment auf den anderen kann sich die Stimmung komplett verändern. Das sind keine „Launen“, sondern eine Reaktion auf die vielen Veränderungen, die mit der Schwangerschaft einhergehen.

 

Der Körper verändert sich

Die meisten Frauen haben bereits früh in der Schwangerschaft mit starken Stimmungsschwankungen zu kämpfen. Ab dem zweiten Monat treten die ersten hormonellen Veränderungen ein. Das wirkt sich auf den Gemütszustand aus. Dazu kommt, dass sich der Geruchs- und Geschmackssinn verändert. Manche Gerüche lösen plötzlich Ekel aus und es kommt zu den legendären Essenskombinationen wie Schokocreme auf Gurke. Diese Veränderungen lösen in den Frauen Verunsicherung aus. Sie haben Angst, die Kontrolle über ihren Körper und ihre Gefühle zu verlieren.

Stimmungswechsel sind normal

Die Reaktionen darauf sind unterschiedlich. Manche Frauen sind sehr sensibel, weinen viel. Andere werden schnell reizbar oder zornig. Etwa 10 % der Schwangeren leiden zumindest zeitweise sogar an einer Schwangerschaftsdepression. Besonders wenn die Schwangerschaft ungeplant war, treten Stimmungsschwankungen verstärkt auf. Die werdende Mutter ist mit Zukunftsängsten beschäftigt. Oft tritt die Frage auf: Werde ich eine gute Mutter sein? Finanzielle Sorgen oder Unstimmigkeiten in der Partnerschaft schaffen zusätzlich Unsicherheit.

Traurigkeit und Ängste

Schwangeren Frauen fällt es oft schwer, zu negativen Empfindungen wie Traurigkeit oder Angst zu stehen. Sie haben das Gefühl, nach außen die strahlende Mutter geben zu müssen. Dabei ist es völlig normal, dass ein anstehendes, einschneidendes Erlebnis wie die Geburt eines Kindes auch zu gemischten Gefühlen führt. Es ist wichtig, diese Emotionen wahrzunehmen und zuzulassen. Sprechen Sie mit Ihrem Partner offen über Ihre Sorgen und Ängste. Durch die Gespräche wird sich Ihre Beziehung eher intensivieren. Außerdem sind Ihre „Launen“ für den Partner dadurch leichter nachzuvollziehen.

Abwarten und Tee trinken

Schlagen die Hormone erst einmal zu, ist gegen das Gefühlchaos leider kein Kraut gewachsen. Versuchen Sie, möglichst viel Ausgleich zu schaffen. Drehen sich die Gedanken im Kreis, dann lenken Sie sich ab. Gönnen Sie sich einen Spaziergang oder ein schönes Wannenbad. Achten Sie außerdem auf viel Schlaf und gesundes Essen. Ansonsten gilt es, durchzuhalten: Bei den meisten Frauen normalisiert sich das Gefühlsleben im letzten Drittel ganz von alleine.

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