Geschlechtskrankheiten in der Schwangerschaft

Besonders in der Schwangerschaft heißt es, achtsam mit sich und dem eigenen Körper umgehen. Weil sexuell übertragbare Krankheiten und Infektionen die Gesundheit des Babys stark gefährden können, sind Vorsorge und Früherkennung von Geschlechtskrankheiten in der Schwangerschaft besonders wichtig.

Geschlechtskrankheiten

Geschlechtskrankheiten in der Schwangerschaft können ein großes Risiko für das Baby bedeuten. Wir informieren Sie über drei verbreitete Geschlechtskrankheiten.

Herpes genitalis

Herpes im Intimbereich ist eine weit verbreitete sexuell übertragbare Virusinfektion, die meist mit den ersten Sexualkontakten während der Pubertät übertragen wird. Herpes genitalis kann aber ebenso durch den Typ Virus, der Lippenherpes verursacht, ausgelöst werden. Wenn bereits vorher einmal eine Infektion bestand und sie in der Schwangerschaft wieder auftaucht, fallen die gesundheitlichen Risiken für das Ungeborene in der Regel gering aus. Eine gezielte ärztliche Behandlung sollte dennoch erfolgen.

Gefährlicher verhält es sich bei einer Erstinfektion kurz vor dem Geburtstermin, denn dann ist das Ansteckungsrisiko für das Baby während der Geburt hoch (zwischen 30 und 50 Prozent). Die Folgen können von Fieber, Gelbsucht und Krampfanfällen bis hin zur Blindheit reichen. Sind Organe oder das Gehirn betroffen, versterben zwischen 50 und 80% der betroffenen Kinder.

Bei einer frühzeitigen Erkennung kann eine spezifische Behandlung mit antiviralen Medikamenten helfen. Allerdings muss die Therapie rechtzeitig vor der Entbindung beginnen, um eine ausreichende Wirkung erzielen zu können. Treten vor dem Einsetzen der Wehentätigkeit Anzeichen einer Genitalherpes-Infektion auf, ist ein Kaiserschnitt anzuraten, um das Ansteckungsrisiko während der Geburt zu reduzieren.

Syphilis

Eine der gefährlichsten Geschlechtskrankheiten, die sich auf das Ungeborene übertragen kann, ist die Syphilis, auch Lues genannt. Die Symptome bei der Mutter zeigen sich anfangs im Intimbereich, später an der Haut und an inneren Organen.. Die Krankheit wird durch Bakterien ausgelöst und tritt vor allem im frühen Erwachsenenalter auf. Wird das Ungeborene im Mutterleib infiziert, zeigt es erst nach der Geburt Symptome: Bei der sogenannten Frühsyphilis schon als Neugeborenes oder als Säugling und im Fall der Spätsyphilis erst im Kindesalter.
Kennzeichen sind meist ein Hautausschlag, Schwellung von Leber und Milz und ein teils blutiger Schnupfen. Kinder, die erst nach dem zweiten Lebensjahr symptomatisch werden zeigen klassischerweise eine Hornhautentzündung, Innenohrschwerhörigkeit, tonnenförmige Schneidezähne und möglicherweise eine Sattelnase.

Aber auch schon vor der Geburt kann es zu schwerwiegenden Komplikationen bis hin zur Fehl- oder Todgeburt kommen. Syphiliserkrankungen bei Kindern sind heute in Deutschland sehr selten geworden und lassen sich in der Regel durch Routineuntersuchungen während der Schwangerschaft schnell ausfindig machen und behandeln.

Gonorrhö (Tripper)

Gonorrhö ist eine sexuell übertragbare Geschlechtskrankheit, die durch Bakterien verursacht wird und sowohl vor als auch während der Geburt an das Baby weitergeben werden kann. In der Schwangerschaft kann die Infektion zur Blutvergiftung beim Kind und zur Fehlgeburt führen. Wird die Krankheit bei dem Neugeborenen nicht schnell genug erkannt, tritt schlimmstenfalls eine Bindehautentzündung auf, die in Blindheit enden kann. Dank umfassender Vorsorgeuntersuchungen und der Neugeborenen-Prophylaxe mit Augentropfen kann auch diese Krankheit, schnell und erfolgreich mit Antibiotika behandelt werden.

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