Hormontherapie bei Kinderwunsch

Auch wenn der Kinderwunsch noch so groß ist: Liegen die Hormone einer Frau im Ungleichgewicht, kann das Warten auf eine Schwangerschaft zur Qual werden. Eine Hormontherapie kann dabei helfen, den Kinderwunsch doch noch wahr werden zu lassen.

Es gibt viele Ursachen für ein hormonelles Ungleichgewicht: Eine Fehlfunktion der Schilddrüse, eine Gelbkörperschwäche, die mit Verringerung der Konzentration des Hormons Progesteron einhergeht, oder ein Überschuss an Prolaktin sind mögliche Auslöser, die mit entsprechenden Medikamenten behandelt werden können.

Auch sehr starkes Übergewicht führt unter Umständen durch eine damit einhergehende Überproduktion an männlichen Geschlechtshormonen zu einer ungewollten Kinderlosigkeit. Hier ist die Frau meist selbst in der Lage, in ihren Hormonhaushalt einzugreifen, indem sie ihre Ernährung umstellt und gleichzeitig die Kalorienverbrennung durch Bewegungsmaßnahmen ankurbelt. Entsprechendes gilt für starkes Untergewicht, das die Chancen auf eine Schwangerschaft ebenfalls negativ beeinflussen kann.

Wie funktioniert eine Hormontherapie bei Kinderwunsch?

Eine Hormonbehandlung wird vor allem dann empfohlen, wenn es nicht zum Eisprung kommt oder die Eizellreifung gestört ist. Frauen mit derartigen Zyklusproblemen verschreibt der Frauenarzt Medikamente, die den Reifungsprozess der Eizellen anregen. Anschließend werden bei einem Zyklusmonitoring die Größe und Reife der Eizellen beobachtet, bis durch die Zuführung des entsprechenden Hormons der Eisprung ausgelöst wird. Bis spätestens 36 Stunden danach ist die Wahrscheinlichkeit für eine Befruchtung dann am höchsten.

Hormontherapie bei Kinderwunsch

Eine Hormontherapie birgt das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft. Wenn durch die Behandlung zu viele Eizellen herangereift sind, rät der Frauenarzt deshalb in der fruchtbaren Phase von ungeschütztem Geschlechtsverkehr ab, um eine Schwangerschaft mit Drillingen oder mehr Kindern und damit einhergehenden Risiken auszuschließen.

Paare, die sich für eine Hormontherapie entschließen, sollten sich dennoch darauf einstellen, weiterhin Geduld zu üben. Denn es kann durchaus vier bis sechs Behandlungszyklen dauern, bis sich ein Erfolg einstellt. Kommt es auch dann noch nicht zu einer Schwangerschaft, kann eine Hormonbehandlung auch unterstützend zur künstlichen Befruchtung eingesetzt werden.

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