Interview-Serie: Die richtige Ernährung

Jennifer, werdende Mamas essen bekanntlich für zwei. Wie ist das bei dir?

Klar, ich ernähre nun mein Baby mit. Das bedeutet aber nicht, dass ich die doppelte Menge esse. Als werdende Mama benötige ich nur 250 Kalorien mehr, das ist gerade so viel wie ein Käsebrot. Allerdings achte ich darauf, auch genügend zu trinken. Am besten stilles Wasser oder ungezuckerten Tee. Abwechslung bringen auch Säfte – aber nur verdünnt.

Dann isst du also ganz normal?

Naja, ich achte jetzt wesentlich mehr auf meine – oder besser gesagt – unsere Ernährung. Unser Baby und ich brauchen jetzt sehr viele Vitamine und Mineral-stoffe, deshalb esse ich viel frisches Obst und Gemüse. Für den kleinen Hunger zwischendurch nehme ich oft Apfelschnitze, Orangen oder Gurkensticks mit, das stillt auch den Heißhunger.

Schwangere müssen sich an viele Regeln halten – wie kommst du damit zurecht?

Kaffee, Zigaretten und Alkohol sind für mich tabu. Aber auch roher Fisch, rohes Fleisch sowie rohe und weichgekochte Eier darf ich nicht mehr essen. Daran habe ich mich schon gewöhnt, aber ich bin nicht mehr so flexibel wie vor meiner Schwangerschaft. Beim Einkaufen muss ich auf vieles achten. Beispielsweise tummeln sich in vorgeschnittenem Salat Listerien. Das sind kleine Bakterien, die Fieber, Schüttelfrost oder Symptome einer Grippe verursachen können. Das ist mir zu heikel und frischer Salat schmeckt ohnehin besser.

Bekommst du denn dann alle Nährstoffe, die du brauchst?

Generell komme ich mit einer ausgewogenen Ernährung gut zurecht. Also viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte, aber auch Fleisch und Fisch stehen auf dem Speiseplan. In den ersten drei Schwangerschaftsmonaten ist Folsäure eines der wichtigsten Vitamine für unser Baby. Folsäure steckt vor allem in grünem Blattgemüse wie Spinat, Brokkoli oder Lauch. Zusätzlich nehme ich auch Folsäure-Tabletten – mein Bedarf hat sich immerhin verdoppelt.

Stichwort Tabletten, viele Medikamente sind für dich nun tabu, oder?

Auf jeden Fall. Aber gegen viele Beschwerden helfen oft ganz altmodische Hausmittel. Wenn mir tagsüber zu viel im Kopf herum geht, trinke ich abends warme Milch mit Honig oder lasse mir ein Bad ein. Bei Sodbrennen nach dem Es-sen lasse ich einen großen Löffel Naturjoghurt im Mund zergehen. Und mein Lieblingsmittel gegen Kreislaufbeschwerden: Frühstück im Bett!

Nächstes Mal erzählt uns Jennifer, wie sie und ihr Mann die Schwangerschaft als Paar erleben. Bis dahin, bleiben Sie gesund!

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