Interview-Serie: Kurz vor der Geburt

Hallo Jennifer – schön, dass wir uns so kurz vor der Geburt nochmal sehen. Wie geht es dir?

Gut, so langsam senkt sich mein Bauch und unser Kleiner begibt sich in die Beckenlage. Dadurch drückt er nicht mehr so sehr auf die Lunge. Ich war deshalb immer schnell aus der Puste und fühlte mich schlapp. Das ist nun deutlich besser geworden. Jetzt genieße ich die Vorfreude und bin von Tag zu Tag gespannter.

Du hast doch einen Kurs zur Geburtsvorbereitung besucht, oder?

Ja, gemeinsam mit meinem Mann. Der Kurs wurde von einer erfahrenen Hebamme geleitet, die uns Entspannungsübungen und Atemtechniken gezeigt hat. Entspannung ist in den Pausen zwischen den Wehen besonders wichtig. In dieser Zeit sollte man Kräfte sammeln für die nächsten Wehen.

Die Kursleiterin hat uns außerdem erklärt, wann man ins Krankenhaus fahren sollte und wie die Geburt ablaufen wird.

Woran merkst du, dass es losgeht?

Wenn die Geburtswehen einsetzen. Diese dauern mehr als 30 Sekunden und kommen immer wieder, anfangs in Intervallen von 20 Minuten. Mit der Zeit werden sie immer kürzer. Wenn zwischen den Wehen weniger als zehn Minuten liegen, heißt das: Ab ins Krankenhaus!

Hast du Angst vor den Schmerzen bei der Geburt? Oder ziehst du eine Peridualanästhesie, die sogenannte PDA, in Erwägung? Durch diese Betäubung fühlt man vom Bauchnabel abwärts keinen Schmerz mehr.

Manchmal ist mir deswegen schon etwas mulmig zumute. Auf der anderen Seite ist eine Geburt die natürlichste Sache der Welt. Das haben so viele Frauen vor mir geschafft – dann werde ich das auch schaffen. Ob ich eine PDA haben möchte, kann ich noch nicht sagen. So ganz unbedenklich ist diese lokale Betäubung ja nicht. Zwar hätte ich dann keine Schmerzen mehr, allerdings verliert man dabei auch das Gespür für seinen Körper und nimmt die Geburt kaum wahr. Und weil man hinterher oft sehr benommen ist, kann das die Bindung zum Kind beeinflussen. Das gibt mir dann doch zu denken, aber noch ist nichts entschieden.

Jennifer, dann drücken wir die Daumen, dass alles gut geht. Wenn wir uns wiedersehen, sprechen wir darüber, wie du die Geburt erlebt hast.

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