Mit dem Nachwuchs sicher unterwegs

Für die Sicherheit des eigenen Nachwuchses ist nichts gut genug – und nichts zu teuer. Für Eltern ist es nicht einfach unter den vielen Angeboten wirklich gute, sichere und alltagstaugliche Produkte zu identifizieren. Zur Grundausstattung gehören klassisch ein Kinderwagen und später der Buggy, eine Babyschale fürs Auto und zusätzlich gerne eine Tragehilfe. Eltern sollten sich gerade bei diesen Anschaffungen genau informieren, denn die Qualitätsunterschiede werden erst bei genauer Betrachtung erkennbar.

Erste Wahl: Kombi-Kinderwagen aus Deutschland

Ein Rat: Wählen Sie einen Kombi-Kinderwagen. Diese Modelle können ab dem sechsten bis achten Lebensmonat aufgerichtet werden, damit ältere Kinder bereits aufrecht sitzen können. Achten Sie außerdem auf ein 5-Punkt-Sicherheitsgurtsystem. Idealerweise sind Gurte und das Verschlusssystem zwischen den Beinen ausreichend gepolstert. Auch ein Sicherheitsbügel vor der Sitzfläche ist wichtig, sobald Ihr Kind aufrecht sitzt.

Bereits durch die Bewegungen des Säuglings kann sich ein unbeaufsichtigter Kinderwagen auch an seichtem Gefälle in Bewegung setzen. Eine zuverlässige Feststellbremse die leicht ein- und auszurasten ist gehört an jeden Kinderwagen und von den Eltern auch grundsätzlich eingelegt. Eine zusätzliche Handbremse ist ein Sicherheitsbonus, denn das Gewicht eines voll beladenen Kinderwagens wird leicht unterschätzt, und erschwert die Kontrolle bergab erheblich.

In den dunklen Jahreszeiten und bei Nacht wird ein Kinderwagen mit reflektierenden Aufnähern oder Reflektoren von Autofahrern bereits aus der Ferne leicht erkannt. Ein helles Gestell und leuchtende Designfarben verstärken diesen Effekt.
Ebenfalls sicherheitsrelevant sind eine Polsterung sowie Schutzverkleidungen. Vornehmlich an Gelenken und spitzen Elementen des Kinderwagens. Unbedenkliche Materialien sind bei deutschen Herstellern bereits die Regel. Ein Kinderwagen aus Deutschland ist zudem noch guten Gewissens als Qualitätsware zu bezeichnen. Sicherheitsmaßgaben wie die der EN1888 werden von Herstellern wie Gesslein oder Knorr Baby strikt eingehalten.

Haben Sie eine vorläufige Modellauswahl getroffen, lohnt es sich unabhängige Testberichte im Internet zu recherchieren. Sowohl über Hersteller als auch über das spezifische Modell. Ein Kinderwagen wird in Erfahrungsberichten und Testberichten unter Umständen unterschiedlich dargestellt.

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© Depositphotos.com/miramiska

Babyschale für das Auto

Babyschalen sind hauptsächlich für den Transport im Auto bestimmt. Eine stabile Bauweise sowie solide Befestigungsvorrichtungen für den Sicherheitsgurt sind in aller Regel gegeben. Mittels Säuglingseinsatz wird die Liegefläche verkleinert und das Kind kann sicher fixiert werden. Um den Druck durch das Gurtsystem der Babyschale gleichmäßig zu verteilen sollten die Schulterriemen sowie der Hüftbereich gepolstert sein.
Für mehr Sicherheit beim Fahren sollte der Bügelgriff grundsätzlich hochgestellt werden. Er fungiert im schlimmsten Fall als Überrollbügel und ist bei manchem Modell zusätzlich mit heraus klappbaren Stoßfängern an den Seiten versehen.
Praktischerweise sind bereits viele Babyschalen selbst oder mittels Aufsatz mit dem Isofix-System kompatibel. Das Fixieren im Autositz oder auch auf einem Isofix-Kinderwagengestell ist damit kinderleicht. Tipp: Viele Automobilhersteller bieten diese Vorrichtung in neueren Modellen bereits serienmäßig an.

Das Kind am Körper tragen

Tragehilfen werden immer mehr als Ergänzung zu anderen Transportmöglichkeiten verwendet. Psychologische Studien bestätigen, dass enger und häufiger Körperkontakt zwischen Baby und Eltern die Bindung stärke. Eltern seien außerdem auf die Bedürfnisse des Säuglings stärker sensibilisiert.
Tragehilfen gibt es in verschiedensten Varianten. Als Tuch zum Binden, Beutelsystem oder als eine Art Rucksack. Wahlweise für den Gebrauch vor der Brust oder am Rücken. Gerade Tragetücher werden von Hebammen gerne empfohlen. Dem Kind wird eine gesunde und entspannte Körperhaltung ermöglicht. Bei Tragesystemen in denen die Kinder sitzen, ist es wichtig, dass der Sitzsteg breit ist. Lastet das Gewicht des Kindes zu stark direkt auf dem Beckenknochen kann eine Hüftdysplasie die Folge sein.

Achten Sie also beim Kauf darauf wie das Kind in der Trage aufsitzt oder liegt. Auch die eigene Körperhaltung sollte nicht vernachlässigt werden. Die Trage soll für Erwachsenen und Kind angenehm sein. Das An- und Ablegen einer Tragehilfe können Sie vorab mit Hilfe einer dritten Person üben. Außerdem helfen Hebammen gerne bei der richtigen Einstellung oder Bindung der Traghilfe. Wenn angeboten, ist es ratsam mehrere Systeme vorab für ein paar Tage auszuleihen und zu testen. Nicht jedes Kind fühlt sich in einer bestimmten Trage wohl oder kommt gar mit dem direkten Körperkontakt per se zurecht.
Diese Tipps wurden freundlicherweise von der Firma FFI Baby und Kind zur Verfügung gestellt.
Online unter www.ffi-babyundkind.de

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