Pränatale Einflüsse – was Babys im Bauch schon alles lernen

Der Sohn von Natalie hat schon vor seiner Geburt täglich Mozart auf die Ohren bekommen. Denn das soll ja schließlich die Kreativität und Intelligenz fördern. Aber damit nicht genug – zählen hat er auch schon gelernt. Das behauptet zumindest Natalie.

Dafür hat sie mit einer Taschenlampe mehrmals nacheinander ihren Bauch bestrahlt. Man kann es auch übertreiben, hab ich mir dabei nur gedacht und weiter meinen eigenen Babybauch gestreichelt. Diesen Stress wollte ich meinem kleinen Schatz nicht antun. Denn ob so ein „vorgeburtlicher Unterricht“ überhaupt etwas bringt, weiß bis heute niemand so genau. Wohlmöglich hat er sogar negative Effekte, weil er den Kleinen die für das gesunde Heranwachsen dringend benötigte Ruhe raubt. Die Meinungen gehen hierbei jedenfalls deutlich auseinander.

Einig ist man sich aber definitiv in puncto Stressbelastung. Denn die sollte tunlichst vermieden werden, hat sie doch fatale Folgen für das Ungeborene. Dabei geht es sowohl um körperlichen als auch um psychischen Stress. In einer Studie an 75.000 schwangeren Frauen in Dänemark wurde nachgewiesen, dass die Plazenta bei Müttern, die während der Schwangerschaft Stress ausgesetzt waren, stärker wuchs als bei Frauen mit einer eher harmonischen Schwangerschaft. Eine andere Forschergruppe belegte, dass eine Depression der Mutter während der Schwangerschaft die spätere Sprachentwicklung ihres Babys verzögert. Die Kinder reagierten im Durchschnitt erst vier Monate später auf typische Laute ihrer Muttersprache als Gleichaltrige.

Glückliche Mama ergibt glückliches Baby

Eine emotionale Belastung wirkt sich besonders schlimm auf das Baby aus. Schon im Mutterleib bekommt es von den Botenstoffen, die durch den Körper der Mutter fließen, eine Menge ab. Hat Mama Sorgen, gelangen Cortisol und andere Stresshormone auch zu ihrem ungeborenen Kind. Innere Sicherheit, Zufriedenheit und Ausgeglichenheit dagegen können das Baby stärken. Der beruhigende Herzschlag einer ruhigen, glücklichen Mutter, die sich auf ihr Kind freut, fördert dessen emotionale und gesunde Entwicklung.

Daneben gibt es noch einige andere Dinge, die dem heranwachsenden Kind im Bauch der Mutter gut tun. Berührungen zum Beispiel. Jedes Ungeborene entwickelt als ersten Sinn den Tastsinn. Ab der achten Schwangerschaftswoche beginnt das Ungeborene seine Umgebung zu ertasten. Ab diesem Moment kann das Kleine auch Berührungen von außen immer besser wahrnehmen. Wenn beispielsweise Mutter oder Vater die Hand auf den Bauch legen oder ihn sanft streicheln, kuscheln sich viele Babys dagegen, um die Berührung besser spüren zu können.

Mit dem Ungeborenen Bekanntschaft schließen

Genauso gerne wie die elterlichen Berührungen, mag jedes Baby auch die Stimmen von Mama und Papa. Ab dem 5. Schwangerschaftsmonat etwa kann das Kleine hören. Anfangs nimmt es den mütterlichen Herzschlag und ihre Darmgeräusche wahr. Später auch Außengeräusche wie die Stimmen von Mutter, Vater oder Geschwistern. Im Idealfall setzt man sie in Kombination mit Berührungen ein. So kann sich die ganze Familie mit dem Nachwuchs bekannt machen. Das Beste daran: Wenn das Baby geboren ist, erkennt es seine Eltern und Geschwister bereits und fühlt sich in ihrer Gegenwart wohl.

Den entwickelten Hörsinn des Ungeborenen kann man sich auch anderweitig zu nutze machen. Babys sind fähig sich nach der Geburt an Lieder, die sie im Mutterleib oft gehört haben, zu erinnern. Ein Lied, dass einem Baby im Bauch seiner Mutter oft in ruhigen Situationen vorgespielt wurde, wirkt sich auch später beruhigend aus. Wichtig dabei ist, dass Mama die Musik mag. Dann empfindet sie auch das Ungeborene als schön.

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