Rauchfrei in der Schwangerschaft – Wie klappt es mit dem Aufhören?

Etwa ein Drittel aller Frauen sind zum Beginn ihrer Schwangerschaft noch Raucher. Und auch wenn ihnen die Gesundheit ihres Ungeborenen am Herzen liegt, fällt es vielen Frauen schwer, das Rauchen sofort aufzugeben. Dabei ist Rauchen eine Gefahr für das Baby, die jedoch erfolgreich mit verschiedenen Hilfsmitteln überwunden werden kann.

Schwangere Raucherinnen konsumieren durchschnittlich 13 Zigaretten am Tag. Im Verlauf der Schwangerschaft sammeln sich so über 3600 Zigaretten an. Eine erschreckende Zahl, wenn man bedenkt, dass jede Zigarette etwa 4000 teilweise giftige und krebserregende Chemikalien enthält.

Darum ist Nichtrauchen unerlässlich

Vor allem während einer Schwangerschaft lohnt sich ein Entzug zu jeder Zeit, denn schon innerhalb kürzester Zeit wirkt sich der Rauchstopp positiv auf die Gesundheit des Babys aus. Es bekommt wieder ausreichend Sauerstoff, wird besser mit Nährstoffen versorgt und in seiner Entwicklung nicht von Schadstoffen behindert. Die Risiken für eine Früh- oder Fehlgeburt und einen plötzlichen Kindstod sinken. Einem Untergewicht zum Zeitpunkt der Geburt wird auch entgegengewirkt.

Grund genug also, dem blauen Dunst abzuschwören. Unentbehrlich dabei sind die eigene Erkenntnis, dass Rauchen und Schwangerschaft sich ausschließen, und ein positives Denken. Selbst wenn es anfangs schwer fällt: Die unangenehmsten Entzugserscheinungen sind nach wenigen Tagen überstanden. Irritationen und Gefühle von Unausgeglichenheit verschwinden bald und Sie fühlen sich frei und leistungsfähiger.

Eine erste Maßnahme: Lassen Sie Zigaretten und Tabak nicht sichtbar liegen, um nicht in Versuchungen zu kommen. Lenken Sie sich bei starkem Verlangen mit dem Essen eines Apfels oder Trinken eines Saftes ab. Entspannungsübungen wie autogenes Training helfen Ihnen, Stress abzubauen und die Dinge gelassener zu sehen.

Sofortiger Rauchstopp am effektivsten

Es ist nicht nur effektiver, sondern auch leichter, sofort mit dem Rauchen aufzuhören, als den Konsum zu reduzieren. Legen Sie am besten einen Stichtag fest und suchen sich einen „Verbündeten“, dem Sie von Ihrem Vorhaben erzählen. Egal ob Partner, Hebamme oder Ihr Arzt, mit tatkräftiger Unterstützung geht die Entwöhnung leichter von der Hand. Falls Ihr Partner oder andere im Haushalt lebende Personen ebenfalls rauchen, ist dies eine gute Gelegenheit, gemeinsam aufzuhören und sich gegenseitig zu unterstützen. Ihr Baby wird Ihnen den Schritt danken.

Persönliche Tipps und Unterstützung bietet Ihnen z.B. das Beratungstelefon der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) unter Telefon: 01805 313131*

*(0,14 €/min aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,42€/Min.).

Die Schwenninger Krankenkasse bietet werdenden Müttern erstklassige Leistungen rund um Schwangerschaft, Geburt und Baby. Jetzt anrufen und beraten lassen. 0800 0104501 (kostenfrei für Mobilfunk/Festnetz). Täglich von Montag bis Freitag von 08:00 – 18:00 Uhr.

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