Schwanger mit Zwillingen – Ist das ein Risiko?

Bei jeder 85. Schwangerschaft gibt es gleich doppelt Grund zur Freude, denn so oft kündigt sich in etwa ein Zwillingspärchen an. Allerdings bedeutet dies gleichzeitig eine zusätzliche körperliche Belastung für die werdende Mutter, weshalb eine Mehrlingsschwangerschaft grundsätzlich als Risikoschwangerschaft eingestuft wird. Was beunruhigend klingen mag, muss nicht zwangsläufig Anlass zur Besorgnis geben.

Frauen, die mit Zwillingen schwanger sind, werden in der Regel öfter zur Vorsorge gebeten, um eventuelle Risiken auszuschließen oder frühzeitig zu erkennen: Zu Beginn etwa alle zwei bis drei Wochen und im letzten Drittel einmal pro Woche. Auch Ultraschalluntersuchungen werden häufiger durchgeführt: Zwischen vier bis sechs Mal wird hier untersucht, wie gut sich die Babys entwickeln und wie sie in der Gebärmutter liegen.

Im Normalfall verlaufen Zwillingsschwangerschaften ohne Komplikationen. Jedoch klagen die werdenden Mütter häufiger über Schlaflosigkeit und Übelkeit und leiden im Vergleich zu Einlingsschwangerschaften öfter unter Blutungen und Bluthochdruck. Weil die Babys zwischen der 26. und 28. Schwangerschaftswoche zusammen schon so schwer sind wie eines dieser Kinder bei seiner Geburt sein wird und die Spannung in der Gebärmutter ansteigt, ist das Risiko einer Frühgeburt erhöht. Im Durchschnitt enden 42% der Zwillingsschwangerschaften mit einer Frühgeburt.

Wachstum von Zwillingen

Ausführliche Vorsorgeuntersuchungen helfen, mögliche Wachstumsprobleme eines oder beider Babys rechtzeitig zu erkennen. Bei einer Zwillingsschwangerschaft erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines Wachstumsrückstands um zehn Prozent. Ist eines der Babys geringfügig kleiner als das andere, besteht kein Grund zur Besorgnis. Unterschiedliche Größen sind bei Zwillingen durchaus normal.

Teilen sich Föten eine Plazenta, haben aber jeweils eine eigene Fruchthöhle, besteht die Gefahr eines sogenannten fetofetalen Transfusionssyndroms, kurz FFTS. Hierbei gibt eines der Ungeborenen Blut ab, das andere nimmt es auf und bringt durch eine hierdurch erhöhte Urinausscheidung die Fruchtwassermenge zum Ansteigen. Dieses Syndrom tritt bei eineiigen Zwillingen mit gemeinsamer Plazenta und getrennten Fruchthöhlen in etwa zehn Prozent aller Schwangerschaften meist zwischen der 16. und 24. Schwangerschaftswoche auf und kann schwerstwiegende Folgen haben. Aber auch hier gilt: Eine frühzeitige Diagnose ist Gold wert. Denn bei rechtzeitiger Behandlung kann ein Großteil dieser Kinder gesund geboren werden.

Unser Rat: Nehmen Sie deshalb auf jeden Fall alle von Ihrem Frauenarzt vorgesehenen Untersuchungen war.

Die Schwenninger Krankenkasse bietet werdenden Müttern erstklassige Leistungen rund um Schwangerschaft, Geburt und Baby. Jetzt anrufen und beraten lassen. 0800 0104501 (kostenfrei für Mobilfunk/Festnetz). Täglich von Montag bis Freitag von 08:00 – 18:00 Uhr.

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