Stillen – welcher Zeitraum ist der beste?

Für den Großteil werdender Mütter steht fest: Nach der Geburt möchten sie ihr Baby stillen und ihm so einen gesunden Start ins Leben ermöglichen. Denn in den ersten vier bis sechs Monaten gilt ausschließliches Stillen unbestritten als die optimale Lösung für die Ernährung des Säuglings. Doch nicht selten tauchen Fragen und Zweifel auf: Was, wenn ich es nicht schaffe mein Baby zu stillen und es nicht genügend Milch bekommt? Ist es richtig, auch noch weit nach dem ersten halben Jahr nicht ans Abstillen zu denken?

Der Zeitraum des Stillens ist ganz individuell

Wie bei allen Fragen in der Zeit der Schwangerschaft und nach der Geburt steht beim Stillen das Wohlbefinden von Mutter und Kind im Vordergrund. Mütter können ihrem Baby daher so lange die Brust geben, wie sie möchten. Selbst wenn das Stillen nur wenigen Wochen dauert oder überhaupt nicht geschieht, braucht niemand ein schlechtes Gewissen zu haben: Dank eines hochwertigen Angebots an Babynahrung werden auch Kinder, die nicht gestillt werden, gut versorgt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, auch über sechs Monate hinaus und unter Zugabe von Beikost weiter zu stillen. So werden das Immunsystem und die Bindung zwischen Mutter und Kind zusätzlich gestärkt. Vielen Frauen fällt das Stillen nach dem 4. Lebensmonat allerdings schwerer, weil sich das Baby dann leichter ablenken lässt und es anfängt zu zappeln und sich von der Brust wegzubewegen. Als Folge davon hat es in der Nacht meist mehr Hunger, da es die tagsüber verpasste Nahrung nachholen muss. Babys, die älter als sieben oder acht Monate sind, lassen sich langsam daran gewöhnen, nachts nur mit einem Minimum an Milch versorgt zu werden und dafür tagsüber regelmäßig alle drei Stunden zu trinken. Auf diese Weise sind Mütter erholter und ausgeruhter und können das Stillen gelassener angehen.

Stillstart: So fließt die Muttermilch

Stillstart: So fließt die Muttermilch

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Abstillen?

Wenn Ihr Kind mehr und mehr das Interesse an der Brust verliert und sich schon nach kurzer Zeit wieder abwendet, deutet das den Beginn des Abstillens an. Fangen Sie an, stattdessen ein Fläschchen mit Säuglingsmilchnahrung zu reichen. Wenn das Baby in der Lage ist, relativ aufrecht zu sitzen und es Bereitschaft zum Kauen zeigt, ist es empfehlenswert, Beikost (in der Regel frühestens ab dem 5. Monat, spätestens ab dem 7. Monat) zu geben. Damit bietet sich Ihnen gleichzeitig eine gute Gelegenheit, die Anzahl der Beikostmahlzeiten Schritt für Schritt auszuweiten und anschließend mit dem Abstillen zu beginnen.

Die Schwenninger Krankenkasse bietet werdenden Müttern erstklassige Leistungen rund um Schwangerschaft, Geburt und Baby. Jetzt anrufen und beraten lassen. 0800 0104501 (kostenfrei für Mobilfunk/Festnetz). Täglich von Montag bis Freitag von 08:00 – 18:00 Uhr.

One Response

  1. Bettina sagt:

    Ich finde, dass man von vielen Meinungen doch sehr verunsichert wird. Für mich war klar, ich will so lange wie möglich stillen. Ich habe dann sogar 7 Monate voll gestillt bis ich mit Beikost anfing. Ich hatte es bereits mit 6 Monaten versucht, aber da kam dann eine Erkältung dazwischen, bei der mein Sohn nur die Brust haben wollte. Es ist halt auch sehr preiswert zu stillen, das darf man auch nicht vergessen. Ich habe dann erst mit 20 Monaten abgestillt, aber auch unfreiwillig, da ich ein falsches Antibiotika verschrieben bekam, mit dem ich nicht stillen durfte. Bis dahin hat mein Sohn abends vor dem Schlafengehen noch die Brust bekommen und da ging es uns beiden gut damit. Ich glaube es ist wirklich das Beste, wenn man da einfach auf sein Bauchgefühl hört.

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