Uebelkeit in der Schwangerschaft

Ach, wäre das schön wenn man einfach nur die gute Nachricht von der Schwangerschaft genießen und auf Wolke sieben schweben könnte. Doch die Übelkeit in der Schwangerschaft macht dabei vielen Frauen einen Strich durch die Rechnung. Oft beginnt sie schon beim Aufwachen und bleibt als Unwohlsein den ganzen Tag bestehen.

Übelkeit mit und ohne Erbrechen

Eine andauernde Übelkeit kann ziemlich belastend sein: Kein Appetit aber Hunger oder aber schon der Geruch oder Anblick von Nahrung sorgen für einen säuerlichen Geschmack im Mund und Unwohlsein im Magen. Nicht immer kommt es auch zu Erbrechen aber dennoch ist die Nahrungsausnahme eingeschränkt und zugleich auch die Lebensfreude. Manche Frauen trifft es besonders stark und sie können kaum Getränke oder Nahrung bei sich behalten. In sehr schlimmen Fällen spricht man dann von Hyperemesis Gravidarum und es besteht medizinischer Handlungsbedarf: Eine intravenöse Versorgung mit Flüssugkeit und Nährstoffen kann nötig werden.

Etwa 70% der Schwangeren leiden unter Übelkeit in der Schwangerschaft – es ist also keine Seltenheit. Dennoch gibt es bis heute keine eindeutige Erklärung oder einfache Behandlung.

Ab- statt Zunehmen?

Schwangere erwarten von Anfang an, dass sie an Gewicht zulegen. Jedoch kann es durch die Schwangerschaftsübelkeit in den ersten Wochen tatsächlich zu einem Rückgang des Gewichts kommen. Sofern die Schwangere nicht bereits untergewichtig oder an der Grenze dorthin ist, besteht meist kein Anlass zur Sorge. Die Reserven des Körpers sorgen meist für eine Versorgung von Mutter und Kind. Dennoch ist es wichtig, dass der Arzt bei den Vorsorgeuntersuchungen das Gewicht im Auge behält. Besonder die Versorgung mit Flüssigkeit muss ausreichend gewährleistet sein. Ist die Übelkeit dann evtl. nach der 12. SSW vorbei, wird verlorenes Gewicht meist aufgeholt und der Bauch wächst wie erwartet.

Nach 12 Wochen ist alles vorbei?

Meist heißt es, dass nach dem ersten Trimester mit einer deutlichen Besserung zu rechnen ist. Tatsächlich ist es oft, als wäre ein Schalter umgelegt worden und plötzlich kommt der Heißhunger. Aber nicht alle Frauen können davon berichten. In einigen, wenigen Fällen hält die Übelkeit noch weitere Wochen oder sogar bis zum Ende der Schwangerschaft an. In solchen Fällen muss gemeinsam mit dem Frauenarzt überlegt werden, ob eine medikamentöse Behandlung sinnvoll ist, um die Versorgung von Mutter und Kind mit ausreichenden Nährstoffen zu sichern. Auf keinen Fall sollten Schwangere von sich aus auf Medikamente aus ihrem Arzneischrank oder der Apotheke zurück greifen. Medikamente gegen Übelkeit (Antimimetika) haben oft erhebliche Nebenwirkungen. Besser sind da dann einfache Hausmittel.

Hausmittel gegen Übelkeit

Vielen Frauen hilft ein Aufguss mit frischem Ingwer, am besten gleich nach dem Aufwachen getrunken. Ein Stück Zwieback am Bett ist ebenfalls ein beliebgtes Mittel denn oft ist der leere Magen das Hauptproblem.

Wer besonders unter Geruchsempfindlichkeit leidet, sollte eine kleine Flasche Zitronen- oder Pfefferminzöl mit sich führen und bei Bedarf daran riechen oder einen Tropfen auf den Handrücken verreiben und dann an der Hand riechen wann immer die Übelkeit kommt.

Viele Schwangere stellen zudem fest, dass gedankliche Ablenkung und körperliche Aktivitäten die Situation zumindest verbessern. Daher sollten Frauen versuchen, sich – trotz Antriebslosigkeit und Müdigkeit – mit Spaziergängen, moderatem Sport und anderen Aktivitäten zu beschäftigen und den Kreislauf in Schwung zu halten.

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